Evaluation

 

In der zweiten Hälfte der Reformumsetzung legte die ARO verstärkt einen ihrer Schwerpunkte auf eine ausführliche Dokumentation und Auswertung der nordelbischen Reformbemühungen.

Mit dieser Aufgabe wurde ab Herbst 2007 der Pastor und Gemeindeberater Christoph Meyns betraut.

Grundlegendes Ziel war dabei, die Einschätzung des Reformprozesses nicht den Zufälligkeiten der subjektiven Wahrnehmung einzelner Personen und dem privaten Gespräch zu überlassen, sondern eine Informationsbasis zu schaffen, auf deren Grundlage eine fundierte Meinungsbildung möglich wäre und die Auswertung gezielt als Prozess zu gestalten.

Zunächst erarbeitete die ARO ein Evaluationskonzept, das die Lenkungsgruppe im März 2008 verabschiedete. Es sah eine ausführliche Dokumentation der Reaktionen der Nordelbischen Kirche auf die sinkenden Kirchensteuereinnahmen ab 1993, Hintergrundinterviews mit am Reformprozess beteiligten und von ihm betroffenen Personen sowie eine Reihe von Auswertungsveranstaltungen vor. Das Konzept kann hier heruntergeladen werden.

Die Dokumentation unter dem Titel „Kirche in Veränderung. Der Nordelbische Reformprozess 2002-2009" wurde zur Synodaltagung am 5. Juni 2009 veröffentlicht und kann hier in einer PDF-Version heruntergeladen werden. Sie umfasst einen Rückblick auf die Strukturveränderungen der NEK von 1993 bis 2001, eine Übersicht über die Arbeit der Reformkommission von 2002 bis 2004,  die Umsetzung der Reformbeschlüsse zwischen 2005 und 2009, Stimmen zur Einschätzung von Verlauf und Ergebnissen der Reform sowie Berichte der verschiedenen Projektgruppen.

Darüber hinaus organisierte die ARO drei Auswertungsveranstaltungen:

  • am 27. November 2008 zum Thema „Das Haus, das die Träume verwaltet" - die Bedeutung unterschiedlicher Kirchenbilder im Nordelbischen Reformprozess"
  • am 4. Februar 2009 zum Thema „Er ist nur halb zu sehen - unterschwellige Themen und unbewusste Dynamiken im Nordelbischen Reformprozess"
  • am 5. Februar 2009 zum Thema „Die Kirchenkreisfusionen: Liebesheirat oder Vernunftehe?"

 

Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen sind in der Dokumentation ab Seite 63 zusammenfassend dargestellt.

Am 27. April 2009 fand ein interner Auswertungstag mit Kirchenleitung, Lenkungsgruppe, Dezernentinnen/ Dezernenten des NKA und ARO statt. Die Ergebnisse sind in den Abschlussbericht zur Reform von Bischof Ulrich am 5. Juni 2009 eingeflossen, der hier heruntergeladen werden kann. 

Am 18. Mai 2009 führte die ARO ein Auswertungsgespräch im Gesamtpröpstekonvent durch. 

In ihrer Sitzung am 5. Mai 2009 beschloss die Kirchenleitung die Fortführung der Evaluation im Umfang einer ganzen Stelle bis Ende 2011, da wichtige Teile der Reform wie die Zielsteuerung der nordelbischen Dienste und Werke, ihre Verknüpfung mit den Diensten und Werken der Kirchenkreisebene über Kontrakte, die Auswirkungen der Kirchenkreisfusionen auf das pröpstliche Amt und der Regelungen des Kirchenkreisverwaltungsgesetzes sich erst in den kommenden Jahren zeigen werden und der kontinuierlichen Beobachtung und Auswertung bedürfen.

Mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe wurde wieder Pastor Meyns beauftragt. In Zusammenarbeit mit Frau Dette Alfert von der Firma KooperationPlus in Hamburg untersuchte er 2011 die Wirkungen des Nordelbischen Reformprozesses in den Hauptbereichen und den neuen Kirchenkreisen mithilfe halbstandardisierter Interviews und Reflexionsrunden. Die Ergebnisse sind in der Broschüre "Kirche in Entwicklung. Zum Stand der Konsolidierungsprozesse in den Hauptbereichen kirchlicher Arbeit und den neuen Kirchenkreisen. Eine Zwischenbilanz" festgehalten. Sie steht hier zum Download bereit.