Umsetzung 2006

  • Die Projektgruppe hatte sich für 2006 folgende Ziele gesetzt:
  1. Der Prozess „Zukunft der Ortsgemeinde" wird einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
  2. Die Gemeinden werden motiviert, sich mit ihren Themen an dem Prozess zu beteiligen.
  3. Die Gemeinden werden nach ihren Themen gefragt, die in die weitere inhaltliche Gestaltung des Prozesses einfließen werden.
  4. Für die Themen werden entsprechende Veranstaltungen geplant und durchgeführt.
  5. Die Vernetzung mit weiteren nordelbischen Prozessen, die die Ortsgemeinde direkt betreffen (z.B. der nordelbischen Themensynode „Glauben weitergeben heute" oder der Auswertung der Partnerschaftskonsultation) wird konkretisiert.

Im Januar 2006 hatten alle Kirchenvorstandsvorsitzende einen Brief erhalten, in dem:

  • Über die Ziele und Inhalte des nordelbischen Prozesses zur Zukunft der Ortsgemeinde informiert wurde
  • Das Synodenpapier zum „Profil der Ortsgemeinde im Blick auf 2010" beilag
  • Ein Rückmeldebogen beigefügt war, in dem Aussagen über die Situation der Gemeinde und Erwartungen an mögliche Unterstützung durch Nordelbien formuliert werden können

Fast 30 % der Gemeinden haben sich an der Umfrage beteiligt und zum Teil ausführliche Rückmeldungen gegeben. Diese Fülle der Beiträge ist ein erfreuliches Zeichen für die Lebendigkeit unserer Kirche und für die intensive Teilnahme am Reformprozess. Die Auswertung wurde im August auf diesen Internetseiten (siehe Hauptmenü) veröffentlicht.

Zum 2. Februar erschien eine Sonderbeilage zur „Nordelbischen" unter dem Motto „Gemeinde lebt". Sie wurde von der Projektgruppe erarbeitet. Hier wurden beispielhafte Ideen und Projekte von Gemeinden vorgestellt. Zudem wurde gemeindliche Themen vor dem Hintergrund des Reformprozesses und der historischen Entwicklung der Kirche beleuchtet. Nicht zuletzt diente die Beilage dazu, den Sinn und Zweck des nordelbischen Prozesses zur „Zukunft der Ortsgemeinde" zu erläutern. Auch der Beilage lag ein Rückmeldebogen bei, über den es möglich war, sich aktiv mit eigenen Anliegen in den Beteiligungsprozess einzumischen.

Am 25. März fand in Altenholz/Kiel unter dem Titel „Jede Zeit fordert ihre Gemeinde" eine „Open-space"-Veranstaltung statt, zu der 3-4 Ehrenamtliche von je einem Projektgruppenmitglied eingeladen wurden. Auf diese Weise versammelten sich Menschen, die in ihrer Vielfalt nordelbische Gemeinderealitäten abbilden. Gemeinsam wurde eine breite Palette an inhaltlichen und strukturellen Themen diskutiert, die zurzeit Gemeinden beschäftigen. Zudem kristallisierten sich Anknüpfungspunkte für die Weiterarbeit heraus. Diese Form des Kennenlernens, Wahrnehmens und gemeinsamen Arbeitens soll weiterverfolgt werden.

Zum 23. November erschien eine zweite Sonderbeilage zur „Nordelbischen" unter dem Motto „Gemeinde lebt". In ihr sind u.a. Artikel zu dem Themenschwerpunkt „Zukunft der Gemeinde in Fusion - Kooperation - oder Region?" zu lesen, in denen kontrovers und aus unterschiedlichen Blickrichtungen die Erfahrungenvon strukturellen Veränderungen in Gemeinden vor Ort geschildert werden.

Außerdem wurde und wird in Kirchenkreisen zum Thema „Zukunft der Ortsgemeinde" im Rahmen von Synoden, Pastorkonventen oder Klausurtagungen zum Teil intensiv gearbeitet.

Fast alle Kirchenkreise, die sich in Fusionsprozessen befinden, haben eine Arbeitsgruppe oder einen Ausschuss eingesetzt, in denen zum Thema „Zukunft der Ortsgemeinde" mit Blick auf einen zukünftig gemeinsamen Kirchenkreis diskutiert wird.

Es wird deutlich, dass und wie das Themenfeld zur „Zukunft der Ortsgemeinde" zunehmend auf allen Ebenen in Nordelbien als ein zentraler Inhalt des Reformprozesses aufgenommen wird.